30.05.2021 in Historisches

Karl-Heinz Joseph

Am 1. Juni 1991 wurde Karl-Heinz Joseph Bürgermeister in Walldürn

Ralf Beyersdorfer

Mit Bürgermeister Karl-Heinz Joseph zieht wieder ein Sozial­de­mo­krat ins Walldürner Rathaus

Heute vor 30 Jahren, am 1. Juni 1991, wurde mit Karl-Heinz Joseph wieder ein Sozial­demo­krat Bürgermeister in Walldürn.

Die Sensation war eigentlich schon am 10. März 1991 perfekt, mit einer komfortablen Mehrheit von 53,8 % der abgegebenen Wählerstimmen wurde Karl-Heinz Joseph im ersten Wahlgang, bei drei Mitbewerbern, zum Bürgermeister von Walldürn gewählt. Damit zog 25 Jahre nach der Ära Trautmann wieder ein Sozialdemokrat ins Walldürner Rat­haus ein. Lange Zeit galt Walldürn als unbezwingbare Hoch­burg der Christdemokraten.

Was für Karl-Heinz Joseph die Erfüllung eines lange gehegten Berufswunsches war, war für seinen SPD-Ortsverein ein Höhe­punkt in der Ortsvereins­ge­schichte und das Fundament für eine erfolg­reiche kommunal­poli­tische Arbeit in den Folgejahren. Für die Wall­dür­ner CDU war das Ergebnis der Wahl, nach eigenem Bekunden „mehr als nieder­schmet­ternd“, wie der damalige Stadt­verbands­vor­sitzen­de seine Mit­glieder wissen ließ.

Karl-Heinz Joseph wurde 1954 in Kaiserslautern in der Pfalz geboren und wuchs in Erfenbach, heute einem Stadtteil von Kaiserslautern, auf. In Erfenbach war sein Vater Bürgermeister, so dass er von klein auf großes Interesse an politischen Themen fand und sich früh erst bei den Jusos in Kaiserlautern und später in der SPD engagierte. Seine Leidenschaft war stets die Kommunalpolitik, sein Engagement galt stets seinen Mitmenschen.

Durch den Wehrdienst kam er nach Walldürn, wo er seine Frau kennen­lernte. Hier fand er seine zweite Hei­mat, an deren Gestaltung er an ver­antwortlicher Stelle mitwirken wollte. So übernahm er 1979 den Vorsitz des SPD-Ortsvereins. 1980 zog er, damals noch als Student der Rechts- und Staats­wissen­schaf­ten an der Universität in Würz­burg, erstmals in den Walldürner Gemeinderat ein. 1983 legte er die 1. Juristische Staatsprüfung und nach seiner Referendarszeit 1986 sein 2. Juristisches Staatsexamen mit der Befähigung zum Richteramt ab.

Bei der Kommunalwahl 1984 wurde Karl-Heinz Joseph zum zweiten Mal in den Gemeinderat und eben­falls in den Kreistag gewählt.

Ausgangspunkt für den Erfolg bei der Bürgermeisterwahl 1991 war die Kommu­nal­wahl 1989 bei der Karl-Heinz Joseph als Orts­vereins­vor­sitzen­der und SPD-Fraktions­vor­sitzen­der das Aktionsprogramm "Neuer Fortschritt für Walldürn" vorstellte. Die Zielrichtung war klar: Zum einen galt es die Vor­machtstellung der CDU in Walldürn zu brechen, zum anderen ver­deut­lichte er seinen Anspruch, bei der kommenden Bürger­meisterwahl das Rathaus wieder für die SPD-Walldürn zu gewinnen. Mit Mantel und Aktentasche auf der Treppe zum Verwaltungsgebäude „Schloss“ machte Karl-Heinz Joseph deutlich, wohin sein politischer Weg führen sollte. Und tatsächlich gelang es ihm, die meisten Stimmen auf sich zu vereinigen. "Wenn das Bild im SPD-Prospekt - Joseph auf der Treppe zum Walldürner Rat­haus - symptomatisch sein sollte, könnte dies zu größeren Taten beflügeln und Ansporn sein", konnten die Walldürner in der örtlichen Presse lesen.

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Foto: Teßmer

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