Besuch MdL Florian Wahl - Neckar-Odenwald-Kliniken Buchen

Veröffentlicht am 12.11.2022 in Landespolitik
 

Kreiskämmerer Michael Schork, Kreisrat und Aufsichtsrat Norbert Bienek (SPD), Geschäftsführer NO Kliniken Frank Hehn, Kreisrätin und  SPD-Fraktionsvorsitzende Heide Lochmann, PDL Böhrer, MdL Florian Wahl (SPD), Kreisrätin Dr. Dorothee Schlegel (SPD) und Torsten Fahrbach (SPD Buchen) und ehemals in der Pflege tätig. 

Wo krankt es bei den Krankenhäusern?

MdL Florian Wahl (SPD) zum Gespräch an den Neckar-Odenwald-Kliniken in Buchen

Der Landtagsabgeordnete Florian Wahl ist gesundheitspolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion und Vorsitzender des Ausschusses für Soziales, Gesundheit und Integration bei der SPD und war zu Gast in den Neckar-Odenwald-Kliniken in Buchen.

„Ich möchte jedes Krankenhaus in Baden-Württemberg kennenlernen, um zu wissen, was notwendig ist und dringend gebraucht wird oder verändert werden muss.“ Mit dieser Absicht traf er bei der SPD im Kreis auf offene Ohren. Zum Fachgespräch vor Ort trafen sich die Geschäftsführung der Kliniken Frank Hehn, Harald Löffler und Pflegedienstleiter Kurt Böhrer und Kreiskämmerer Michael Schork mit dem aus Böblingen angereisten Landtagsabgeordneten Florian Wahl, SPD-Kreistagsfraktionsvorsitzender Heide Lochmann, Kreis- und Aufsichtsrat Norbert Bienek, Kreisrätin und SPD-Kreisvorsitzender Dr. Dorothee Schlegel und Torsten Fahrbach vom SPD-Ortsverein Buchen, der in der Pflege tätig war.

Geschäftsführer Hehn beschrieb die finanzielle und bauliche Situation der Kliniken an beiden Standorten, machte auf die Notwendigkeit der dezentralen Grundversorgung im Landkreis aufmerksam und ging auch auf die nicht ganz einfachen vergangenen über zweieinhalb Jahre in Pandemiezeiten ein. Die Darstellung der Neuausrichtung der Kliniken und die ambitionierten Ziele, das große Defizit aus vergangenen Zeiten auf ein für den Kreishaushalt erträgliches Maß wurde untermauert durch Kreiskämmerer Schork. Harald Löffler berichtete insbesondere darüber, dass die Mitarbeiterschaft in überaus viele Prozesse und Überlegungen einbezogen ist. MdL Wahl gratulierte zu dem Erfolgsbericht, dass die hausinternen Pflegeausgebildeten mehrheitlich den Kliniken auch nach ihrem Abschluss treu geblieben sind.

Dr. Dorothee Schlegel brachte die demografische Struktur des Landkreises in die Runde ein. „Je älter wir alle werden, und die Menschen im Neckar-Odenwald-Kreis sind im Landesvergleich zudem auch älter, desto mehr sind wir auf eine funktionierende Versorgung bei Krankheit und Pflege angewiesen.“ Kurt Böhrer ergänzte, wie wichtig es ist, dass kein Mensch entlassen werden könne, bei dem nicht sicher ist, ob er oder sie zuhause auch einigermaßen nach den immer kürzeren Liegezeiten oder den ambulanten Eingriffen versorgt wird. Manche Pflegeleistung in den Kliniken wird zudem nicht adäquat vergütet, was es den Allgemeinkrankenhäusern der Grund- und Regelversorgung zudem schwieriger macht, annähernd kostendeckend zu arbeiten. MdL Wahl betonte, das eben aus diesem Grund ein Landeskrankenhausplan, wie ihn insbesondere das Land Nordrhein-Westfalen aufgestellt hat, für das ganze Land dringend notwendig sei. „Wir müssen wissen, wo was gebraucht wird, und zwar flächendeckend. Nur so können wir als Land vernünftig auch mit den zur Verfügung stehenden Ressourcen wirtschaften“. Baden-Württemberg kann es sich eigentlich nicht leisten, bestehende Krankenhäuser zu schließen. Denn das Land hat mit 50 Betten pro 10.000 Einwohner die geringste Bettendichte in Deutschland. Norbert Bienek sprach die defizitäre Situation vor allem bei den kommunalen Kliniken an, die immer auch zulasten des Kreishaushaltes und damit der Kommunen im Kreis gehen. „Wir stehen dazu“, betonten alle gegenüber dem Gast, „unsere Kliniken in eigener Hand zu behalten.“ Daher besteht die Forderung an Land und Bund, die den Kliniken zustehenden Gelder auch bereitzustellen, keine Schließungs-Szenarien an die Wand zu malen. „Und wir sind gespannt, wie es gelingen wird, das bestehende DRG-Abrechnungssystem, das zu mancher Schieflage bei Grund- und Regelversorgerkliniken geführt hat, zu reformieren.“

Bevor MdL Florian Wahl noch einen Blick in den Altbau und auf die neu und fröhlich gestaltete Geburtsstation werfen konnte, bedankte sich Torsten Fahrbach bei der Klinikleitung für die gute ärztliche und pflegerische Betreuung, die er in Familienkreisen erlebt hat. „Es liegt an der großen Politik, aber auch an uns als Kreisbewohnern unsere Kliniken zu unterstützen“, bedankte sich Heide Lochmann für die SPD-Delegation bei den Vertretern der Kliniken und des Landkreises und insbesondere bei Florian Wahl für den Besuch vor Ort.

 

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