
Vizekanzler und Bundesfinanzminister Lars Klingbeil hat Billigheim besucht, um sich vor Ort ein Bild davon zu machen, wie die Investitionen des Bundes aus dem Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität konkret eingesetzt werden. Der Besuch war Teil seiner sogenannten Zukunftstour, bei der er Projekte besichtigt, die mit Mitteln aus dem 500 Milliarden Euro umfassenden Sondervermögen unterstützt werden.
In Billigheim stand das neue Bürgerzentrum im Mittelpunkt. Dort sollen künftig Verwaltung, Bürgerschaft und örtliches Gemeinschaftsleben unter einem Dach zusammenkommen. Die Gesamtkosten des Projekts liegen bei rund 7,2 Millionen Euro. 3,8 Millionen Euro davon stammen aus der Ländersäule des Sondervermögens für Infrastruktur und Klimaneutralität. Die Fertigstellung ist nach Angaben des Bundesfinanzministeriums für das Frühjahr 2027 vorgesehen.
Für kleinere Gemeinden sind solche Förderungen von großer Bedeutung. Die SPD-Fraktionsvorsitzende im Billigheimer Gemeinderat, Dr. Dorothee Schlegel, machte bei dem Besuch deutlich, dass Projekte dieser Größenordnung für eine Kommune wie Billigheim ohne Unterstützung von Bund und Land kaum zu stemmen seien. Neben den Mitteln aus dem Sondervermögen trägt auch die weitere Förderung dazu bei, das Vorhaben zu ermöglichen.
Das Bürgerzentrum soll dabei mehr sein als ein neues Verwaltungsgebäude. Es entsteht an einem Ort, der schon in der Vergangenheit als katholisches Gemeindezentrum „Michaelsheim“ eng mit dem Engagement vieler Bürgerinnen und Bürger verbunden war. Künftig soll hier erneut ein Treffpunkt für Vereine, Ehrenamt und das gesellschaftliche Leben der Gemeinde entstehen.
Im Gespräch mit Vertreterinnen und Vertretern der Vereine betonte Klingbeil die Bedeutung des ehrenamtlichen Engagements für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. „Wenn das Engagement vor Ort nicht wäre, dann weiß ich nicht, wo unsere Gesellschaft wäre, und man braucht Orte, die Menschen zusammenhalten“, sagte er bei dem Austausch auf der Baustelle.
Der Besuch bot den Vereinsvertreterinnen und Vereinsvertretern zugleich die Gelegenheit, eigene Anliegen unmittelbar mit dem Bundesfinanzminister zu besprechen. Klingbeil nahm dabei mehrere Themen und Anregungen für die weitere Arbeit in Berlin mit.
Aus Sicht der SPD Neckar-Odenwald zeigt das Projekt in Billigheim, wie Investitionen des Bundes ganz konkret vor Ort sichtbar werden können. Gerade im ländlichen Raum geht es dabei nicht nur um Gebäude, sondern auch um funktionierende Verwaltungen, lebendige Ortskerne und Räume für Vereine und Begegnung.
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