Landwirte und Verbraucher entscheiden über Nachhaltigkeit und Zukunftsfähigkeit

Veröffentlicht am 26.04.2019 in Kreisverband

Mit dem Thema „Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft“ hatte der agrarpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion und Landtagsabgeordneter des Neckar-Odenwald-Kreises Georg Nelius die richtige Themenwahl getroffen.

 

Vor gut besetztem Haus sprach Georg Nelius in der „Alten Mälzerei“ zu einem  Publikum aus dem gesamten Neckar-Odenwald-Kreis. Eingeladen zu dieser Veranstaltung hatte die SPD-Arbeitsgemeinschaft 60plus mit ihrem rührigen Vorstand Wilfried Nies und Hildgund Beichert.

Bei der Begrüßung konnte der AG-Vorsitzende Wilfried Nies außer MdL Georg Nelius und Ehren-Kreisvorsitzendem Gerd Teßmer auch Zuhörer aus dem Agrarbereich willkommen heißen. MdL Nelius begann mit der Begriffsdefinition von „Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft“. Nach UN-Version ist Nachhaltigkeit die „Entwicklung, die die Bedürfnisse der Gegenwart befriedigt, ohne zu riskieren, dass künftige Generationen ihre eigenen Bedürfnisse nicht befriedigen können“.  Es geht also darum, dass künftige Generationen nicht schlechter gestellt werden dürfen und die Lebensgrundlagen erhalten bleiben.

Nach Georg Nelius hat Landwirtschaft auch in Deutschland Zukunft, wenn sie nachhaltig wird. Es gehe auch nicht an, dass nur diejenigen gesunde und nachhaltig produzierte Lebensmittel kaufen, die es sich leisten können. Kritischer Punkt sei dabei also nicht zuletzt der Preis.  Die Einstellung zu Lebensmittel habe sich beim Verbraucher geändert.  Immer mehr Menschen würden sich bewusster ernähren.

Das wirke sich natürlich auf die Landwirtschaft aus. Wichtiges Element einer nachhaltigen Landbewirtschaftung ist es unter anderem, die Bodenfruchtbarkeit zu erhalten. Ziel der baden-württembergischen Landwirtschaftspolitik sei es auch, bis zum Jahre 2030 etwa 30 Prozent der Betriebe auf ökologischen Landbau umzustellen. Auch der Neckar-Odenwald-Kreis gehöre seit Kurzem zu einer der fünf Bio-Musterregionen des Landes.

Nelius verglich ökologischen und konventionellen Landbau und zeigte auf, dass gerade in unseren kleinstrukturierten Betrieben zwar nachhaltig gewirtschaftet werden könne, aber der einzelne Landwirt von den Erträgen kaum leben könne. Das  hätte in allen politischen Ebenen dazu geführt, dass nachhaltige Anbauformen und Landschaftserhaltung und Landschaftspflege finanziell ausgeglichen werde. Dann könnte unsere Kulturlandschaft erhalten bleiben. Nur so könne die süddeutsche Landwirtschaft  neben den Agrarimporten und intensiveren Produktionsarten bestehen bleiben. Unsere Familienbetriebe seien auf diese bewussten verlässlichen Ausgleichszahlungen angewiesen, wenn sie auch zukünftig lebensfähig bleiben sollen.

Vor diesem Hintergrund werde es immer wichtiger für den Verbraucher bewusster einzukaufen. Bio-Produkte und nachhaltig produzierte Lebensmittel hätten ihren Preis und der Käufer könne nachvollziehen, was von wo komme und wie es erzeugt wurde. Als Fazit betonte MdL Nelius, dass die Landwirtschaft nur Zukunft habe,  wenn immer mehr Landwirte, Winzer, Obstbauern und Verbraucher von der Notwendigkeit nachhaltig zu wirtschaften, zu überzeugen seien.  

 

 

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