Hildgund Beichert (SPD) mit Finissage in der Friedenskirche Neckarburken
Elztal-Neckarburken. (nach RNZ) Das Kunstwerk erhält in der Kirche einen völlig neuen Raum, so die Erkenntnis der Kunstpädagogin und stellvertretenden Kreisvorsitzenden der SPD-Arbeitsgemeinschaft 60plus Hildgund Beichert, die für einen Monat einen Ausschnitt ihres Schaffens in der Neckarburkener Friedenskirche zeigte.
Ihre Arbeiten spiegeln sich in der Geschichte religiöser Traditionen und erhalten neue Perspektiven. Neue Deutungsmöglichkeiten ergeben sich auch durch Texte, die im Gegenzug durch das Bild selbst anders erschlossen werden können. Mit dieser Ausstellung setzte die Evangelische Kirchengemeinde Neckarburken ihre seit der Kirchenrenovation angestrebte Reihe fort, die im Herbst mit Bildern des Katzentaler Künstlers Peter Lahr einen Auftakt fand.
Hildgund Beichert setzt einen bewußten Akzent mit Naturdarstellungen im weitesten Sinne. Im Gottesdienst erklang deswegen auch das Loblied auf die Schöpfung aus der Genesis..
Die jetzt zu Ende gegangene Vernissage stand unter dem Thema „Erkennen wie durch einen Spiegel“. Die älteren Neckarburkener erfreuten sich an der Ansicht des Dorfes von der Elztalbrücke aus. Einen mediterranen Eindruck dagegen vermittelte eine Bild mit roter Gittertür in einer weißen Mauer, hinter der Meer und Wolken den Blick in die Ferne ziehen. Als Seelenspiegelungen können die dreimal sechs karikaturistischen Miniaturen mit bisweilen surrealistischem Touch gesehen werden, die die Künstlerin selbst gegenüber dem 60plus-Kreisvorsitzenden Wilfried Nies und Kreisrat Gerd Teßmer als „Pflaumenbilder“ bezeichnete.
Auch die neueren Himmel- und Wolkenbilder sind Ausdruck von Gemütszuständen. Sie harmonieren farblich überraschend gut mit der Kopie eines Raffaelgemäldes in der Friedenskirche. Die Malerin führt die Betrachter von realitätsnahen Bildern zur Abstraktion, betonend, dass jede Art der Wiedergabe einer Wahrnehmung eine Abstraktion des Gesehenen sei. So verleitet der Blick einer jungen Frau an der Seitenwand der Kirche den Gottesdienstbesucher zu Spekulationen über eine vage Zukunft. Ein geflügeltes Phantasiewesen, dem eine Schlange seinen Apfel auf das Knie legt, regt Assoziationen zu biblischen Themen an. Hinter dem Altar geben zwei neuere Landschafts-Visionen unterschiedliche Impulse für deren Betrachtung und Deutung.


Die breite Palette ihrer Kreativität konnte man anlässlich der ausgestellten Kunstwerke von Hildgund Beichert in der Neckarburkener Friedenskirche bewundern. Beachtung fanden neben Hildgund Beicherts ‚Pflaumenwesen’ ihre Motive zu Schöpfung und Friedenssehnsucht.