Haushaltsdiskussion auf Abstand

Veröffentlicht am 04.11.2020 in Kreistagsfraktion
 

SPD-Kreistagsfraktion startet mit den Gesprächen zum Kreishaushalt 2021

Zu Beginn der Sitzung der SPD-Kreistagsfraktion im Landratsamt Mosbach begrüßte die Vorsitzende Heide Lochmann Landrat Dr. Achim Brötel und Kreiskämmerer Michael Schork  und bedankte sich für die Bereitstellung eines den Corona –Vorgaben entsprechenden Raums. Den neuen Corona-Verordnungen auf Kreisebene waren die einführenden Worte des Landrats gewidmet. Er betonte, dass es schwierig sei, eine vernünftige Planung überhaupt hinzubekommen, da viele Fragezeichen über diesem und dem nächsten Jahr stünden.

Der Kreiskämmerer stellte dem neuen Gesamt-Haushalt  die aktuellen Zahlen von 2020 gegenüber.  Insgesamt sei ein konstanter Verlauf festzustellen, trotz deutlicher Verschiebungen in einzelnen Bereichen. Dies  wurde anhand  einzelner Haushaltsstellen den Mitgliedern der SPD-Fraktion dargelegt.

Erfreulich seien, so Dr. Dorothee Schlegel  die deutlichen Mehreinnahmen durch die Grunderwerbssteuer. „Diese Landessteuer, die ab 2011 erhöht wurde, auch um die Kinderbetreuungsangebote zu stärken, kommt dem Kreis  sehr zugute.“ Schwerpunkte der diskutierten Teilhaushalte waren der Sozial- und der Gesundheitsbereich. Wie in den vergangenen Jahren  deckt die Kreisumlage nicht die Kosten des Sozialhaushalts. Aber dank Kostenbeteiligungen und Zuschüssen von Bund und Land, z.B.  in den Bereichen Kosten der Unterkunft, der Eingliederungs-, der Kinder- und Jugendhilfe gelingt es, diese Ausgaben zu stemmen.

 Zusätzlich zu diesen Finanzausgleichszahlungen sollen die Kommunen durch  sparsame Haushaltsführung des Kreises entlastet werden. Das geschieht durch eine Senkung  der Kreisumlage um einen Punkt auf  29 Punkte, so Landrat Dr. Achim Brötel und Kreiskämmerer Michael Schork in ihren Ausführungen.

Deutliche Kostensteigerungen sind für die Betreuung in der Pflege zu erwarten.  Dr. Dorothee Schlegel wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass der demografische Wandel und die längere Lebenszeit neue Strukturen und auch ein Umdenken erfordern. „Gerade die Zunahme der stationären Pflege zeigt, dass es meist die Frauen waren, die in der Vergangenheit kostenlos Pflegedienste geleistet haben. Fallen diese Kräfte für die Pflege aus den unterschiedlichsten Gründen weg, etwa wegen Berufstätigkeit, oder eigener Kinder, sind ambulante, aber auch stationäre Angebote und eine gute flächendeckende Beratung wichtiger denn je.“ Es sei aber gut, dass die Eigenbeteiligung für Angehörige erst ab einem höheren Einkommen gilt und die Zuzahlungen gedeckelt sind. Die öffentliche Hand, also wir alle, hat dann auf anderem Weg dafür zu sorgen, dass Betreuung und Pflege möglich und bezahlbar bleibt.

Norbert Bienek stellte heraus, dass der Kreis in 2020 wahrscheinlich mit dem geplanten Verlust für die Kliniken zielgenau abschließen werde.“ Damit kann eine erneute Diskussion um eine Privatisierung verhindert werden.“ so Georg Nelius..

 Aber auch hier gilt, wie für den gesamten Haushalt, dass die Belastungen  durch die Corona-Pandemie  noch  ist nicht berechenbar sind. Michael Schork meinte, dass die Risiken für 2021  abschätzbar seien. Richtig beurteilen, was durch Corona an finanziellen Problemen auf den Kreis und die Kommunen zukommen wird, wird man erst im Laufe des Jahres 2021 sehen. Die Erstellung des Haushaltes für 2022  sehe er zum jetzigen Zeitpunkt eher problematischer. Dazu ergänzte Ralf Schnörr aus Sicht der Handwerkskammer, dass sich auch im Handwerk  erst im Laufe des Jahres 2021 zeigen wird, wie stark die Auswirkungen für einzelne Betriebe sein werden.

 Heide Lochmann bedankte sich  bei Landrat Dr. Brötel und dem Kreiskämmerer  für den ausführlichen und klaren Vortrag des Haushaltes. Nach einer anschließenden Besprechung über den Haushalt in der Fraktion und weiteren Terminabsprachen beendete die Fraktionsvorsitzende diese coranakonforme Fraktionssitzung.

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