wahrgenommen - wir fragen nach - Baumbusch Bestattungen

Veröffentlicht am 16.05.2026 in Kreisverband

Im Rahmen der Reihe "wahrgenommen - wir fragen nach" besuchte die SPD Neckar-Odenwald-Kreis die Baumbusch Bestattungen GmbH in Walldürn, um sich über die aktuellen Herausforderungen und Entwicklungen im Bestattungswesen auszutauschen.

Besonders interessierte sich der SPD-Co-Kreisvorsitzende Markus Dosch, wie schwierig es ist, qualifiziertes Personal zu finden, sowohl für das Bestattungshaus selbst als auch für die Begleitung der Trauerfeiern durch Pfarrerinnen und Pfarrer, die nach wie vor oft von den Angehörigen gewünscht werden. Die Geschäftsführerin der Baumbusch Bestattungen, Sabine Baumbusch, betonte, dass Beerdigungen heute deutlich individueller gestaltet werden als früher. Diesem Trend trägt das Unternehmen Rechnung, indem es nicht nur Personen mit vielen unterschiedlichen Konfessionen bestattet, sondern auch Konfessionslose.

Das Leistungsspektrum von Baumbusch Bestattungen umfasst alle Dienstleistungen eines modernen Bestattungsunternehmens. Dazu gehören nationale und internationale Überführungen, die Planung und Ausführung von Beisetzungen und Trauerfeiern für Erdbestattungen, Feuerbestattungen, Seebestattungen und andere Bestattungsarten. Das Unternehmen kümmert sich um sämtliche Formalitäten und Behördenwege, bietet persönliche Betreuung zur Trauerfeier, legt Termine bei Gemeinde und Kirche fest und berät bei der musikalischen Umrahmung. Auch die Gestaltung von Trauer- und Zeitungsanzeigen, die Bestellung von Trägern sowie die Abmeldung von Renten- und Versorgungsleistungen gehören zum Service. Darüber hinaus bietet Baumbusch Bestattungen eine umfassende Bestattungsvorsorge an, um persönliche Wünsche festzulegen und die finanzielle Absicherung zu gewährleisten.

Die Diskussion um Bestattungsformen zeigte interessante Unterschiede auf. Generell ist ein deutlicher Trend zur Urnenbestattung zu verzeichnen.

Da die Kosten für viele Angehörige als zu hoch empfunden werden, suchen viele nach anderen Bestattungsformen. Eine Besonderheit ist, dass Urnengräber pro Fläche oft teurer sein müssen, da die Pflegekosten auf die normalen Gräber umgelegt werden.

Das Bestattungshaus Baumbusch arbeitet mit einem Krematorium in Offenbach zusammen. Vor jeder Feuerbestattung ist die Leichenschau durch einen Amtsarzt vorgeschrieben. Hier stellte sich die Frage, warum diese Leichenschau nicht auch in Hessen stattfinden kann, wenn das Krematorium dort ansässig ist, was möglicherweise bürokratische Hürden abbauen könnte.

Markus Dosch zeigte sich besonders überrascht, was alles bei einer Beisetzung organisiert und bereitgestellt werden muss. Wie in vielen anderen Bereichen sei die hohe Bürokratie eine Herausforderung, beispielsweise im Umgang mit Minijobbern, die den Arbeitsalltag zusätzlich erschwert.

Auch wenn vieles mit schweren Emotionen in dem Bereich zu tun hat, fasst Sabine Baumbusch ihre Tätigkeit kurz und knapp zusammen: "Es ist ein schöner Job." Dies zeigt sie auch gerne bei Besuchen zum Beispiel von Schulklassen im Unternehmen.

Am Ende bedankte sich Markus Dosch als Buchener SPD-Fraktionsvorsitzender für die Besichtigung des Unternehmens und für das Gespräch, da die Erkenntnisse für weitere Gemeinderatssitzungen, vor allem um das Bestattungswesen und Friedhöfe, sehr hilfreich waren.

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