Karl-Heinz Joseph-Platz eingeweiht

Veröffentlicht am 08.05.2008 in Pressemitteilungen

Bürgermeister Günther und Landrat Dr. Brötel würdigten die Verdienste des verstorbenen Bürgermeisters
"Volksvertreter im besten Sinne des Wortes"

Walldürn. "Die Stadt Walldürn möchte heute einen außergewöhnlichen Menschen würdigen, der sich um seine Heimatstadt große Verdienste erworben hat.", Das sagte Bürgermeister Markus Günther bei einem Festakt am Areal um den Kreisel am Bahnhof. Dort wurde "in Würdigung der großen Verdienste" von Karl-Heinz Joseph ein Gedenkstein aufgestellt und der Platz in Karl-Heinz-Joseph-Platz benannt. Der früherer Bürgermeister war am 6. Mai 2007 gestorben.

Günther begrüßte zum Festakt nach dem musikalischen Auftakt durch die zahlreiche Gäste, darunter Karin Joseph mit ihrer Tochter Bianca. Günther ließ den Werdegang des verstorbenen Bürgermeisters Revue passieren. Joseph war seit 1. Juni 1991 Bürgermeister der Wallfahrts- und Garnisonsstadt Walldürn. In seiner 16-jährigen Amtszeit als Rathauschef sowie als Mitglied des Landtages von Baden-Württemberg habe er in vielen kommunalpolitischen Bereichen wesentliche Akzente zur Fortentwicklung der Stadt Walldürn und ihrer Ortschaften gesetzt.

"Sein Name und sein Werk bleiben mit der Geschichte der Stadt Walldürn fest verbunden. Wir schulden ihm für sein großes politisches Wirken großen Dank." Karl-Heinz Joseph war ein Volksvertreter im besten Sinne des Wortes. Als Bürgermeister, als Kreisrat und als Landtagsabgeordneter lagen ihm die Menschen in ganz besonderer Weise am Herzen. "Für sie hat er sich unermüdlich eingesetzt, bis an die Grenzen seiner eigenen Leistungsfähigkeit. Wenn es um sie ging, war ihm nichts zuviel."

Wer Karl-Heinz Joseph gekannt hat, der wisse, wie gewissenhaft er dieser Aufgabe nachgegangen ist. Pflichterfüllung war für ihn kein Fremdwort, sondern vielmehr Lebenseinstellung. Unzähligen Mitbürgern hat er dadurch geholfen, ohne viel Aufhebens, oft im Stillen. "Karl-Heinz Joseph war Bürgermeister aus Leidenschaft. Er hat uns viel hinterlassen. Sein Lebenswerk wird in uns sichtbar weiterleben."

Man werde ihm in Walldürn immer ein ehrendes Andenken bereiten, das voller Dankbarkeit und Respekt vor seiner Lebensleistung ist. "Der persönliche Gedenkstein ist ein Erinnerungszeichen, der so einzigartig ist, wie der Mensch Karl-Heinz Joseph. Er soll zur Zwiesprache einladen und das Leben und die Geschichte des Verstorbenen aufgreifen. "Bürgermeister Karl-Heinz Joseph ist tot. Sein Andenken wird in der Stadt Walldürn weiterleben auf dem Platz, der seinen Namen trägt. Daran wollen wir mit dieser Gedenktafel erinnern, an jedem Tag im Jahr, an diesem Ort, in dieser, seiner geliebten Heimatstadt."

Nach der Enthüllung des Gedenksteins durch Bürgermeister Günther und Herbert Kilian, den Vorsitzenden der SPD-Gemeinderatsfraktion, sagte Landrat Dr. Achim Brötel, der Neckar-Odenwald-Kreis empfindet tiefe Dankbarkeit für das, was Karl-Heinz Joseph "uns allen dank seiner reichen Begabungen, aber auch seines bedingungslosen, ja man kann ohne weiteres sagen aufopferungsvollen Einsatzes geschenkt hat".

Der Platz für den Gedenkstein sei ideal, weil er in hohem Maße symbolhafte Anknüpfungspunkte zu dem bietet, was das Leben und Wirken von Karl-Heinz Joseph immer bestimmt hat. Da seien zum einen die vielen Wege, die aus allen Richtungen auf diesen Platz zuführen, genauso aber wieder von ihm weggehen. "So war Karl-Heinz Joseph auch veranlagt: Er war ein Volksvertreter im besten Sinne des Wortes, der immer nach Wegen gesucht hat, um seinem Wählerauftrag auf möglichst nachhaltige Weise gerecht zu werden. Dabei lagen ihm die Menschen erklärtermaßen ganz besonders am Herzen. Für sie hat er sich unermüdlich eingesetzt, bis an die Grenzen seiner eigenen Leistungsfähigkeit und manchmal auch darüber hinaus. Wenn er von etwas überzeugt war, dann ist ihm dabei auch kein Problem zu klein und kein Weg zu weit gewesen."

Ein ähnliches Bild verbinde er auch mit der Verkehrsführung hier. Der Kreisverkehr unterliege bestimmten Regeln, aber er halte zugleich alles im Fluss. Auch das war etwas, was Karl-Heinz Joseph ausgezeichnet habe. "Er hat die Spielregeln der politischen Auseinandersetzung genau gekannt. Wenn es sein musste, konnte er dabei durchaus kämpfen und notfalls auch leidenschaftlich streiten. Genauso ist er aber immer auch anderen Argumenten zugänglich geblieben. Das ist etwas, was ihn sogar ganz besonders ausgezeichnet hat. Seine Ziele hat er konsequent verfolgt, aber ohne die anderen Verkehrsteilnehmer dabei zu verletzen."

"Die Namensgebung für diesen Platz ist sicher deutlich mehr als nur eine Geste", sagte Landrat Dr. Achim Brötel abschließend seiner Rede. Und weiter. "Sie ist Auftrag und Verpflichtung zugleich, unser eigenes Tun in seinem Sinne fortzuführen. Ich bekenne mich jedenfalls gern dazu."

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