1. Mai - Waldbrunn - Rede

Veröffentlicht am 01.05.2023 in Reden/Artikel

Ja, es ist nervig, wenn man am Bahnhof wartet und der Zug kommt nicht.

Ja, es ist belastend, wenn eine OP verschoben wird.

Ja, es ist lästig, wenn der Müll nicht abgeholt wird.

Aber manchmal hat dies Gründe und zwar gute, denn wir sagen Nein zur Ausbeutung und unterstützen Streikende.

Wir sagen Nein, wenn die Kräfte der Pflegerinnen und Pfleger ausgehen.

Wir sagen Nein, wenn Lohnanpassungen so niedrig sind, dass sie von der Inflation aufgefressen werden.

Daher lasst uns zusammen halten - und zwar solidarisch und ungebrochen.

Denn genauso lautet das Motto der Demos vom DGB: ungebrochen solidarisch.

Lasst uns zusammenhalten. Unterstützt die, die auch euch unterstützen. Daher tretet in die Gewerkschaft ein - und auch in die SPD ein - wenn ihr es noch nicht getan habt. Denn nicht überall können sich Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wehren, wenn etwas ungerechtes passiert.

Hat die SPD immer alles richtig gemacht? Bestimmt nicht - aber die SPD sind wir und wir haben dafür gearbeitet, dass es den Angestellten besser geht und wir arbeiten immer noch daran - ganz oben an der Führungsspitze, aber auch hier direkt vor Ort in den Ortsvereinen und in den kommunalen Gremien. Aber um etwas zu erreichen geht es nur zusammen.

Den Gewerkschaften und der SPD brechen die Mitglieder weg und damit ihr Status. Lasst es nicht soweit kommen. Stärkt die Gewerkschaften - Stärkt die SPD, denn die SPD war und ist DIE Partei, die sich für Arbeitnehmerrechte einsetzt. All unsere Arbeitnehmerrechte tragen zum allergrößten Teil die Handschrift der SPD. Ich nehme kaum war, dass von anderen Parteien erwartet wird etwas zu verbessern und ich nehme auch kaum wahr, dass von anderen Parteien hier etwas umgesetzt wird.

Die Positionen derer, die sich für Solidarität einsetzen werden immer schwächer. Aber warum ist das so?

Geht es uns zu gut? Müssen wir uns nicht mehr für unsere Rechte einsetzen?

Nein, ganz im Gegenteil. Ich habe auch schon mehrfach die ganz persönliche Erfahrung gemacht, was passiert wenn rechtswidrig gehandelt wird und, wenn man das Gefühlt hat, dass niemand da ist, die oder der einem hilft. Und ich finde dies schreiend ungerecht.

Ich habe viele Geschichten von Menschen gehört, denen es genauso geht.

Warum ist das so? Warum hat man manchmal das Gefühl, dass keiner da ist, wenn man sich unfair behandelt fühlt

In vielen Unternehmen bei uns im Kreis fehlen Betriebsräte. Lasst uns zusammenschließen und versuchen dies zu ändern. Denn die Chancen, dass man mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern fair umgeht sind größer, wenn es Strukturen und Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner gibt - egal ob es die Gewerkschaft oder der Betriebsrat ist.

Ich selbst stehe heute auch hier, weil ich mit der SPD etwas ändern möchte. Ich stehe hier, weil ich mit den Gewerkschaften unterstützen möchte. Und ich stehe hier, weil ich ganz persönlich etwas verbessern möchte.

Ja, ehrlich gesagt geht es auch schlicht um mehr Geld. Aber nicht nur. Es geht um bessere Arbeitsbedingungen. Es geht um ein Arbeitspensum das machbar ist. Und - auch wenn es von manchen belächelt wird - die Work-Life-Balance wird für viele immer wichtiger. Immer mehr wünschen sich eine Viertage-Woche. Klar, es gibt Fachkräftemangel, aber ich bin dennoch davon überzeugt, dass hierauf reagiert werden muss.

Dies beschäftigt einfach viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Und ich glaube nicht, dass die Forderung nach reduzierter Arbeitszeit und der Fachkräftemangel ein Widerspruch ist. Denn nur wenn wir attraktive Arbeitsplätze haben, finden wir auch Menschen, die Lust auf diese Tätigkeit haben.

Dazu kommen noch Probleme auf der ganzen Welt. Wir sind im Dauerkrisenmodus: Energiekrise, Klimakrise, Krieg in der Ukraine, eine verrohende Gesellschaft und steigende Preise.

Daher wünschen wir uns einen Anker. Und dieser kann vielfältig sein. Dies kann die Gewerkschaft sein, dies kann der Betriebsrat sein, dies kann die SPD sein - aber am Ende ist der Anker dort wo Engagierte und Interessierte sind und das kann jeder von uns sein.

Setzen wir uns ein und zwar ungebrochen solidarisch.

Denn nur zusammen können wir mehr erreichen.

Nur zusammen wird die Energie- und Verkehrswende zum Erfolg.

Die Krisen dürfen nicht auf dem Rücken der Schwachen ausgetragen werden. Nur zusammen können wir uns dagegen wehren.

Nur wenn wir zusammenhalten halten, können wir in ein friedliche und sichere Zukunft blicken.

Nur wenn wir zusammen füreinander einstehen, dürfen und können wir mitgestalten.

Überlassen wir es nicht den anderen.

Danke!

Markus Dosch

Kreisvorsitzender SPD NOK

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